Karte von Berlin mit Stadtteil Rudow im Bezirk Neukölln

Karte von Berlin mit Stadtteil Rudow im Bezirk Neukölln

Der Stadtteil Rudow im Bezirk Berlin-Neukölln

Der heutige Stadtteil Rudow ist eine der ältesten Siedlungen in der Mark Brandenburg.

1920 erfolgte die Eingemeindung der Landgemeinde Rudow nach Groß-Berlin und dort in den Bezirk Neukölln eingegliedert.

Die Geschichte des Stadtteils Rudow

Urkundlich wird Rudow erstmals 1373 erwähnt, Grabungsfunde lassen aber darauf schließen, das die Ortschaft bereits um das Jahr 1200 existiert haben muss.

Der Name “Rudow” stammt wahrscheinlich aus dem slawischen, darauf weisen auch die unterschiedlichen Schreibweisen von Rudow hin. So finden sich unter anderem auch die Bezeichnungen “Rüdow” und “Rudau”.

1375 wird Rudow im Landbuch von Kaiser Karl IV erwähnt. Nach dieser Eintragung gehören zum Dorf 64 Hufen, eine Mühle und ein Krug. Besitzverhältnisse werden durch Lehnbriefe geregelt.

Die Besitzverhältnisse von Rudow über die Jahrhunderte hinweg sind nicht eindeutig. Offenbar besteht Rudow aus zerspltterten Einzelteilen mit unterschiedlichen Eigentümern.

Um 1610 wird Rudow zum Rittersitz des Sigismund von Otterstedt.

Nach dem dreißigjährigen Krieg leben nur noch wenige Einwohner in Rudow. Durch den Zuzug neuer Familien wächst das Dorf aber wieder.

1660 kauft der Kurfürstliche Lustgärtner das Grundstück des heutigen Jagdschlosses Rudow in der Prierosser Straße. Um 1669 übernehmen die Söhne des Kurfürsten das Amt Cöpenick und damit auch das Dort Rudow.

1671 erwirbt Sigismund von Heidecamp Rudow vom Großen Kurfürsten und wird alleiniger Eigentümer.

1702 wird das Dorf Rudow von König Friedrich I. aufgekauft. Die Verwaltung wird vollständig Köpenick übergeben. 1717 werden die Lehnsgüter in Erbgüter umgewandelt.

Auch im 18. und 19. Jahrhundert wechseln mehrfach die Besitzer. Das Dorf wächst weiter und erhält 1879 eine Chaussee nach Adlerhof. 1885 folgt eine Chausse nach Buckow und 1888 eine nach Johannisthal.

Ab 1900 erhält Rudow Gasbeleuchtung und eine Station der Neuköllner-Mittenwalder Eisenbahn wird erbaut. Auch der Bau des Teltowkanals wird begonnen.

Im Jahre 1904 erhält Rudow eine Wasserversorgung. 1913 wird Rudow an das Straßenbahnnetz angeschlossen.

1920 wird Rudow nach Groß-Berlin eingemeindet und dem Bezirk Neukölln zugeordnet.

Ab 1930 wächst die Bevölkerungszahl durch erhöhte Bautätigkeiten sprunghaft an.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Rudow

Der Stadtteil Rudow hat sich seinen dörflichen Charakter weitgehend erhalten. So finden sich um den Dorfanger noch einige Häuser der ursprünglichen Dorfbebauung.